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Sind Bio-Lebensmittel gesünder?

abgelegt im Archiv Lese- und Denkstoff am 30.08.10

Sind Bio-Lebensmittel gesünder?
© bloggyboulga
Die deutschen werden immer dicker. Knappe 40 Prozent haben Übergewicht und 15 Prozent leiden sogar unter Fettleibigkeit. Wer diesem Trend nicht folgen will, muss zu mehr Gemüse und Obst greifen. Hier stellt sich jedoch immer wieder die frage: Sind Bio-Lebensmittel gesünder?

Nach Studien des Max Rubner-Institut leben Konsumenten von Bio-Lebensmitteln gesünder. Das liegt jedoch daran, dass sie mehr Obst und Gemüse essen und weniger Fleisch. Im Durchschnitt verzehrt jeder deutsche 70 Kilo Fleisch im Jahr, was in etwa dem dreifachen der empfohlenen Menge entspricht. Also lässt sich die gesündere Ernährung auf den Lebensstil zurückführen und nicht auf die Bio-Produkte selbst. Generell gesünder sind die Lebensmittel nicht.

"Auch beim Anteil von Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen gibt es kaum einen Unterschied zwischen den Produktgruppen", so die Ernährungsexpertin, Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. "Gemüse und Obst - egal ob aus biologischem oder konventionellem Anbau sind gesund."

Bio-Lebensmittel sind jedoch weniger mit Pflanzenschutzmitteln, wie Pestiziden, verunreinigt. Ebenso ist der Nitratanteil geringer, da zum Düngen nur Mist verwendet wird. "Aber selbst konventionelle Produkte enthalten nicht so viel Nitrat. Es ist unwahrscheinlich, dass durch die geschätzten Nitratbelastungen durch Gemüse gesundheitliche Schäden zu befürchten sind", sagt Gahl.

Einzig biologische Milchprodukte haben einen höheren Nährgehalt als die konventionell erzeugte Milch. Ob Biolebensmittel besser schmecken, lässt sich nicht generell sagen. Jede Kartoffel schmeckt in jedem Boden anders, auch ändern sich der Geschmack von Jahr zu Jahr.

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Die Karriere eines Süßkrauts – Stevia

abgelegt im Archiv Gut genießen am 13.08.10

Die Karriere eines Süßkrauts – Stevia
© onezzzart
Über kaum ein anderes Kraut wird in den letzten Jahren so heftig diskutiert wie über Stevia. Es ist sehr viel süßer als Zucker, aber ganz ohne Kalorien. Dass die hiesige Zuckerindustrie ein Problem damit hat, dieses südamerikanische Gewächs auch nur ein kleines bisschen zu tolerieren, ist wohl klar. Die Indianer am Amazonas rühren sich seit langem dieses Stevia in den Tee, aber die EU-Kommission hatte bis dato ein sehr großes Problem damit, und wollte es nicht genehmigen.

Dennoch hat Frankreich bereits im Dezember letzten Jahres diesen Stoff erlaubt, er soll dort in Joghurts Anwendung finden. In der Schweiz kann man Stevia bereits seit 2008 bekommen, und die Japaner schätzen es bereits seit vielen Jahren. Vor kurzem gaben auch Australien und die USA dem süßen Stoff grünes Licht. Und im April diesen Jahres wurde Stevia auch von der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA als unbedenklich eingestuft, und nun wird endlich mit einer EU-Freigabe für das Jahr 2011 gerechnet. Vielleicht kommen auch wir dann in den Genuss dieses süßen Krauts.

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Bio - Öko-Gas günstiger als herkömmliches Gas

abgelegt im Archiv Gut investieren am 19.07.10

Bio - Öko-Gas günstiger als herkömmliches Gas
© epSos.de
Es ist eine Mär, dass Ökologie immer teurer ist als die Verwendung herkömmlicher Produkte. Und das zeigt sich besonders deutlich im Gas-Markt. So berichtet ausgerechnet die "Bild"-Zeitung in ihrer Online-Ausgabe darüber, dass Haushalte bei der Verwendung von Öko-Gas bis zu 716 Euro sparen können. Und das Jahr für Jahr. Im Rahmen des Artikels werden konkrete Anbieter genannt und die genannten 716 Euro beziehen sich auch einen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 Kw/h im thüringischen Gera. Die durchschnittliche Ersparnis liegt jedoch immer noch bei 247 Euro.

Interessant ist dabei, dass die Preise von Stadt zu Stadt erheblich variieren - in den Top 100 der größten deutschen Städten aber stets das Ökogas bzw. Biogas vorne lag. Dieses enthält rund fünf bis zehn Prozent Gas, das aus vergorenen regenerativen Stoffen gewonnen wurde.

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EU - das neue Ökosiegel ist da

abgelegt im Archiv Gut leben am 05.07.10

EU - das neue Ökosiegel ist da
© dorena-wm
Mit dem 1. Juli 2010 treten einige neue Gesetze und Verordnungen in Kraft. Unter anderem betrifft dies auch das neue EU-einheitliche Biosiegel, das neben dem Design auch inhaltlich Neues mit sich bringt. Konkret wird künftig stets auch angegeben, ob die Rohstoffe für ein Lebensmittel aus der EU stammen oder von anderswo. Zudem wird es nunmehr verpflichtend, dass 95 Prozent eines Bio-Produkts aus ökolischem Anbau stammen, um das Siegel zu erhalten.

Bedenkt man, dass Siegel wie beispielsweise Demeter deutlich strenger sind, so ist die Kritik seitens Foodwatch mehr als verständlich. Hier bemängelt man, dass auch Limonaden, deren künstliche Aromen aus Schimmelpilzen und Papierabfällen erzeugt werden oder gezuckerte Frühstücks-Produkte für Kinder das Bio-Siegel erhalten. Die Aussagekraft ist somit stark reduziert.

Fazit: wer wirklich "öko" haben möchte, der sollte sich nach einem strengeren Siegel umsehen oder am Besten gleich beim Bauern seines Vertrauens kaufen.

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Studie: Bio-Kunden leben gesünder

abgelegt im Archiv Gut genießen am 21.06.10

Studie: Bio-Kunden leben gesünder
© marfis75
Es ist kaum ein paar Wochen her, da titelte ich hier im Bio Channel mit "Bio-Lebensmittel nicht gesünder". Jetzt heißt es an selber Stelle: Bio-Kunden leben gesünder. Ja, was denn nun? Die Antwort lautet: "Beides", denn auch, wenn nicht alle Bio-Lebensmittel besser sind als ihre konventionellen Pendants, zeichnen sich deren Kunden als durchaus gesünder und gesundheitsbewußter aus.

Das Max-Rubner-Instituts für Ernährung und Lebensmittelforschung (MRI) hat hierzu eine Studie veröffentlicht und hat dabei herausgefunden, dass Biokäufer weniger Fleisch essen, weniger Limonaden trinken und vor allem weniger rauchen als die Kunden "normaler" Supermärkte. Überdies treiben Bio-Kunden im Schnitt mehr Sport und wissen besser über Ernährung Bescheid.

Aus diesen Unterschieden im Lebenswandel resultiert schließlich ein deutlich höherer Anteil an der Gruppe der Normalgewichtigen (45 Prozent) gegenüber den Nicht-Bio-Käufern (37 Prozent). Ob dieses Plus an Gesundheit auch mit einem dickeren Geldbeutel zu tun hat, geht aus der Studie jedoch nicht hervor, könnte aber durchaus angenommen werden.

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