
Die Saat der Gen-Soja-Hersteller ist aufgegangen: Bei einer Ã-ko-Test-Anaylse konnten mehr als der Hälfte der untersuchten 33 Soja-Produkte gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen werden. Davon betroffen sind auch die Säuglingsnahrungen. Humana und Milupa, deren Produkte speziell für Säuglinge mit einer Kuhmilchunverträglichkeit entwickelt wurden, fielen dabei mit enthaltenen Gen-Soja-Anteilen von 0,1 bis 0,2 Prozent besonders auf. Deutlich besser fällt die Töpfer Lactopriv Milchfreie Säuglingsanfangsnahrung aus: hier war nur eine Charge mit GVO-Spuren verunreinigt.
Stark betroffen sind zudem Soja-Drinks, Diätnahrungen und Sportlernahrung. Sowohl Produkte von Discountern wie aldi süd als auch aus Reformhäusern waren belastet. Auch in Bio-Ware haben die beauftragten Labore Spuren von Gen-Soja gefunden. Erstaunlich unverblümt resümiert Ã-ko-Test in der Pressemitteilung:
Verwundern muss das alles nicht, denn mittlerweile kann kein Lebensmittelhersteller mehr garantieren, dass seine Produkte frei sind von Gen-Technik. Das straft das ganze Geschwafel von Politikern und Professoren über das friedliche Nebeneinander von gentechnischer und herkömmlicher Produktion Lügen. Es wirft ein bezeichnendes Licht auf die aktuelle Diskussion um das Gen-Technik-Gesetz. In der geht es unter anderem darum, ob zwischen Gen-Mais und herkömmlichen Feldern ein Abstand von 150 oder 300 Metern liegen muss. Und so nehmen wir Verbraucher alle teil an einem großen Menschenversuch, denn wir können uns kaum noch vor Gen-Essen schützen.
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