
Bio-Bananen aus der Dominikanischen Republik und aus Ecuador sind das erste Produkt, das in Deutschland das neue Zertifizierungsverfahren nach dem "Stop Climate Change"-System durchlaufen hat – und gleichzeitig das erste Lebensmittel bundesweit, das klimaneutral gestellt wurde.
Stop-Climate-Change ist eine Entwicklung der agra-Teg GmbH, einer Ausgründung der Georg-August-Universität Göttingen. Mit dem praxisorientierten und gleichzeitig wissenschaftlich fundierten Managementsystem können Treibhausgas-Ausstöße entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermittelt, verringert und gegebenenfalls neutralisiert werden.
"Die meisten Systeme haben bisher nur die Transporte berücksichtigt, aber keine Faktoren wie Produktion, Lagerung und Verpackung. Bei Stop-Climate-Change erfassen wir dagegen jedes Detail von der Aussaat bis zum Einkaufskorb. Gemessen werden dabei alle klimarelevanten Treibhausgase, neben Kohlendioxid beispielsweise auch Methan und Lachgas." Dr. Jörg Heinzemann, Agrar-Ingenieur
Mit Stop-Climate-Change können nicht nur Produkte aller Art zertifiziert werden, sondern auch ganze Betriebe. Das Angebot ist speziell auf kleine und mittelständische Unternehmen zugeschnitten. Die Göttinger Experten haben dafür ein Emissionsmanagement-System (EMS) entwickelt, bei dem sie in einem ersten Schritt alle Betriebsabläufe auf Treibhausgasquellen durchleuchten und Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgas-Ausstößen vorschlagen. Wo Emissionen nicht weiter zu verringern sind, können Unternehmen diese durch den Zukauf von Emissionsrechten neutralisieren. Dadurch werden weltweit Projekte unterstützt, die sich überprüfbar positiv auf das Klima auswirken.
Transparenz und die klare Trennung von Emissionsberechnung und Zertifizierung sind wichtige Merkmale des Systems Stop-Climate-Change. Die erworbenen Emissionsrechte werden von Treuhändern verwaltet. Damit unterscheidet sich Stop-Climate-Change grundlegend von Anbietern, bei denen Evaluierung, Kontrolle und Verkauf der Emissionsrechte in einer Hand liegen.