
Los Obst-Wochos auf mangoomangoo? Könnte man fast meinen, nachdem jetzt nach Erdbeeren und bananen auch noch die Äpfel – im übertragenen, nicht etwa im wörtlichen Sinne – "verwurstet" werden. Es ist aber wirklich nur ein Zufall, dass mir gerade so viele interessante Obst-Themen über den Weg laufen. Zum Beispiel eben wieder auf SPON ein Artikel mit dem Titel "Bio-Äpfel vom Ende der Welt – eine Ã-kosauerei?", der sich mit der Frage auseinandersetzt, ob der Kauf von aus Übersee importiertem Bio-Obst nicht einem ökologischen Sündenfall gleichkomme.
Den gleichermaßen laienhaften wie gesunden Menschenverstand befragend sollte man meinen: Na klar, aber hallo! Ein Bio-Apfel, der mit tausenden von so genannten "Food Miles" im Gepäck im Supermarkt nebenan landet, muss doch eine um ein Vielfach miesere Klimabilanz aufweisen als ein heimisches Bio-Äpfelchen. Sei aber gar nicht so wild, bilanziert der Spiegel. Denn auch für das Inlands-Bio-Obst steht einiges an CO2 auf der Rechnung: Ein im Herbst geernteter Apfel, in der Modellrechnung "fünf Monate lang bei ein bis drei Grad im Kühlhaus gelagert", hat nur ein Drittel weniger CO2-Ausstoß verursacht als sein Luftfracht-Bruder. Schon ein bisschen erstaunlich.
Aber: Man muss ja nun wirklich nicht das ganze Jahr über Äpfelchen verknausen. Gerade im Sommer, wenn Mutter Natur den Tisch mit saisonalen Leckerchen so überreichlich gedeckt hat – wer bitte braucht da Äpfel?! Also: Nicht nur immer aufs Bio-Kleberchen gucken! Bio UND regional UND saisonal sei unsere Devise.