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Lese- und Denkstoff
von Barbara Haselboeck am 30.09.07

Rette ich die Welt (oder wenigstens den Regenwald), wenn ich Döner esse anstatt zu McDonald's zu gehen? Ist es moralisch eher zu vertreten, sweatshop-freie Kleidung eines Unternehmens zu tragen, in dem sexuelle belästigung an der Tagesordnung ist? Oder lieber doch Klamotten, die von Kindern genäht wurden? Und muss sich Lotte, das vermeintlich glückliche Biohuhn, in Wirklichkeit als Sklavin in einer Brandenburger Legebatterie verdingen?Genau diese Geschichte, nämlich die von Lotte, kann man auch als Vorabdruck (oder wie sagt man dazu, wenn das im Internet erschienen ist? Vorabveröffentlichung vielleicht?) bei der taz nachlesen. Mich hat das Kapitel ein bisschen ratlos zurückgelassen. Der Gedanke, ein Bio-Ei bis zum Ursprungsbürzel zurückverfolgen zu wollen, ist ja durchaus nett, und nebenbei lernt man von Herrn Kuzmany noch so dies und das über das Eier-Business. Aber für meinen Geschmack kommt das alles ein bisschen zu launig daher. Der Gag mit dem Hühner-Barometer im Internet beispielsweise ist einfach zu und zu flach. Böse formuliert: Eine Art "Tommy Jaud" für die Lohas-Generation? Aber vielleicht trügt der Ausschnitt auch und der Rest ist ganz fantastisch und erhellend, who knows?
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