CO2-Bilanz bei Lebensmitteln? Ja bitte!
abgelegt im Archiv Gut genießen , Lese- und Denkstoff am 29.06.07
Eine Umfrage des Beratungsunternehmens accenture zeigt, dass Konsumenten auch im Supermarkt zunehmend auf Nachhaltigkeit achten. Demnach wäre die Angabe, wie viel klimaschädliches CO2 für Herstellung, Logistik und Verpackung einer Ware ausgestoßen wird, für 70 Prozent der Deutschen ein wichtiges Kriterium beim Lebensmittelkauf. Neun von zehn Verbrauchern wünschen sich mehr Produkte aus der Region, die keine langen Transportwege hinter sich haben (89 Prozent). 75 Prozent gehen eher zu Händlern, denen sie umweltbewusstes Verhalten unterstellen.
Besonders ausgeprägt ist das Nachhaltigkeitsbewusstsein bei den über 60-Jährigen. 79 Prozent von ihnen würden eine Kennzeichnung begrüßen, wie die CO2-Bilanz eines Produkts aussieht. Fast jeder der so genannten Best-Ager legt Wert auf Lebensmittel, die aus der Umgebung stammen (97 Pozent). Das Umwelt-Image des Händlers beeinflusst knapp 80 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe.
Als Nachhaltigkeitsmuffel entpuppen sich dagegen die 14- bis 29-Jährigen. Insbesondere wie viel Kohlendioxid für Herstellung und Transport eines Produkts aufgewendet wird, ist nur für jeden Zweiten von Interesse (51 Prozent). Auch Bio-Produkte sind für jeden Dritten in dieser Altersgruppe uninteressant (37 Prozent) - vorerst jedenfalls. Denn zukünftig wollen vier von fünf unter 30-Jährige auch Bio-Lebensmittel auf ihren Einkaufszettel schreiben (73 Prozent).
(via ots/accenture.de)

Permalink: CO2-Bilanz bei Lebensmitteln? Ja bitte!
Tags: Klimabilanz Obst Gemüse Nachhaltigkeit Konsumenten Studie
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Kommentar von:
J
(03.07.07 13:04 Uhr)
Ein schöner Artikel. Die Aussage bezüglich der Netzwerkkinder-Generation würde ich jedoch abschwächen wollen. Wie wir in der OTTO-Trendstudie Konsum-Ethik 2007 gezeigt haben, setzen die 16-25 Jährigen eher auf Fairtrade als auf Öko. Junge Menschen machen sich weniger Sorgen um ihren Körper als um ihre Mitmenschen.
Kommentar von:
Kempers
(01.09.07 19:51 Uhr)
CO2 Bilanz bei lebensmitteln kann sich eigentlich nur auf die Transportkette beziehen. Alles andere ist extrem schwierig zu berechnen und wird auch in Richtung gesamtbilanz gehen. Erfahrungsgemäß sollte man mit kleinen Schritten dafür aber stetig an das problem gehen. Daher erst mal mit der Transportkette anfangen. Oder beim Auto, so wie die Leute bei Mazda. Siehe auch http://www.klima-neutral-fahren.de
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