Der kann mir mal im Mondschein begegnen – oder am Frühstückstisch

Der kann mir mal im Mondschein begegnen - oder am Frühstückstisch

In einer selbstlosen Versuchsreihe probiere ich mich schon seit Wochen durch die Produkte der "andechser Molkerei" (jetzt hätt' ich doch glatt beinahe "Brauerei geschrieben, tsts), die die kleine nahkauf-Filiale um die Ecke stets im Kühlregal bereithält. Nach diversen Joghurtvariationen, die ich allesamt der Kategorie "sehr schmackhaft, durchaus empfehlenswert" zugeordnet habe, war gestern zum Frühstück erstmals ein Andechser Käse dran:

Der "Demeter Mondscheinkäse", dessen wohlklingender, fast schon lyrisch anmutender Name allerdings in krassem Gegensatz zu seinem recht, nunja, würzigen Aroma steht (welches meinem Mitfrühstücker lediglich den Kommentar "Aber hallo, uiuiuiui, der riecht aber!" entlockte). Aber solche Kleinigkeiten wie ein unpassender Geruch am Frühstückstisch sind vernachlässigbar, wenn man erstmal die inneren Werte des "Mondscheinkäses" kennenlernt:

Zur Herstellung des Andechser Demeter Mondscheinkäse verwenden wir hochwertige Demeter-Milch. Der Käse wird ausschließlich an Licht-Blütetage und an Wärme-Fruchttagen gekäst. Nach unserem auf langjährigen Erfahrungswerten basierenden Käsungsprozess, kommt der Andechser Mondscheinkäse in ein Bad aus Meersalz, dass energetisiert wurde. Beim Reifungsprozess wird für den Kulturenansatz der Reifekulturen Wasser der St. Leonhards Aqua Luna Quellen verwendet. Die mystische Kraft des Mondes ist in der Aqua Luna Vollmondabfüllung eingefangen. Die Vollmondabfüllung wird ausschließlich am Vollmondtag abgefüllt. Das Zusammenwirken dieser einzelnen Besonderheiten machen den Demeter Mondscheinkäse zu einem unverwechselbaren Käseerlebnis.

Von "mystischer Kraft des Mondes" etc. habe ich zwar nichts bemerkt, aber schmecken tut er ganz hervorragend, der Mondscheinkäse. Zumindest ich und Kater Cosmo, der ein echter Käsekenner ist, waren begeistert – und haben die 100g-Packung gleich restlos vernichtet (muss man eigentlich auch, wenn man das "Aroma" nicht noch tagelang im Kühlschrank erschnuppern möchte). Und wenn es jetzt draußen wärmer wird, kann man ja auch mal auf der Terrasse frühstücken – oder wenigstens bei offenem Fenster.


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