"Gut zu Tieren, hart zu Mitarbeitern": sueddeutsche über Kosmetikkette Lush
abgelegt im Archiv Gut pflegen am 02.08.07
Fast ein bisschen geknickt bin ich - als langjährige Freundin von "Flying Fox Shower Gel", "Rehab Shampoo" und "King of Skin Body butter" - nachdem ich eben gelesen habe, was die Süddeutsche über die Arbeitsbedingungen in den Filialen der "Kultkette" Lush schreibt, nämlich zum Beispiel:Denn so sehr sich die Inhaber um Tiere und Kunden sorgen, so wenig scheinen sie sich um ihre Mitarbeiter zu scheren. "Zuletzt hatte ich nur noch Angst'', erzählt die junge Frau, "Angst, den Job zu verlieren, wenn ich nicht genug verkaufe.'' Bauler ist kein Einzelfall, sagt die Gewerkschaft Verdi. Bundesweit gibt es Beschwerden von Beschäftigten. Die Firma erhält nach eigenen Angaben einmal pro Monat eine Vorladung zu einem Arbeitsgerichtsprozess.
Allein in München hätten im vergangenen Jahr fünf Verkäuferinnen angerufen, weil sie sich "massiv genötigt fühlten, dem Kunden Ware aufzudrängen'', berichtet Verdi-Mitarbeiterin Dagmar Grassegger. Die Anruferinnen waren Minijobberinnen, die maximal 400 Euro im Monat verdienen. Lush beschäftigt pro Laden meist nur eine einzige Festangestellte. "Von den Minijobberinnen traut sich kaum eine, sich zu wehren'', sagt Grassegger.
Persönlich kann ich nicht beurteilen, ob man als Filial-Kunde tatsächlich Ware aufgedrängt bekommt, denn meine (durchwegs absolut positiven) Einkaufserfahrungen beschränken sich auf Sammelbestellungen im Online-Shop. Richtig vorstellen kann ich es mir auch nicht, denn die Produkte - tierversuchsfrei und aus ökologischen Rohstoffen - erfreuen sich verdientermaßen so großer Beliebtheit, dass sie sich auch von selbst ganz ausgezeichnet verkaufen dürften. Im Auge behalten werde ich die Thematik aber auf jeden Fall - falls jemand etwas zu berichten hat: Immer her damit!

Allein in München hätten im vergangenen Jahr fünf Verkäuferinnen angerufen, weil sie sich "massiv genötigt fühlten, dem Kunden Ware aufzudrängen'', berichtet Verdi-Mitarbeiterin Dagmar Grassegger. Die Anruferinnen waren Minijobberinnen, die maximal 400 Euro im Monat verdienen. Lush beschäftigt pro Laden meist nur eine einzige Festangestellte. "Von den Minijobberinnen traut sich kaum eine, sich zu wehren'', sagt Grassegger.
Tags: Lush Arbeitsbedingungen Sueddeutsche Filialen
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Kommentar von:
Ralf
(28.05.08 19:53 Uhr)
Sehr gute Arbei!
Kommentar von:
Katharina
(16.07.09 9:42 Uhr)
Leider hatte ich den Eindruck auch schon ... In München wie in Wien wurde ich oft ziemlich "gedrängt" wenn ich nicht wenigstens für 20 € eingekauft habe, oft hatte ich den Eindruck, dass es den Verkäuferinnen selber peinlich war. Einmal hab ich im Rausgehen mitbekommen, wie anscheinend die Cefin meine Verkäuferin anschnauzte, weil sie mich nicht vehement genug zu einem Shampoo überredet hätte. Mich nervt als Kundin sowas tierisch, ist ja bei Body Shop ähnlich. Gehe deshalb nur mehr ungern zu Lush, obwohl mir die Produkte gefallen. Dass das meist 400 € Jobber sind, wusst ich nicht, find ich aber ziemich ärmlich von Lush.
Kommentar von:
Carina
(10.11.09 13:03 Uhr)
mir ist ein gutschein abhanden gekommen, und da sie ja beim kauf registriert werden, habe ich angerufen und gebeten, diesen sperren zu lassen, damit der hinterlistige "finder" sich nicht daran bereichert. erst waren die mitarbeiter alle sehr nett und versprachen sich darum zu kümmern.
dann hab ich nix mehr gehört und immerwieder angerufen. bis sie mir dann in lachendem absolut frechem ton sagte, dass ich mir "wohl nen neuen kaufen müssen, lush haftet nicht für diebstahl oder verlust, da haben sie pech gehabt, hahaha"
darauf hin hab ich mich im kontaktformular der website beschwert und bekam eine antwort es täte leid, dass die mitarbeiterin so zu mir war, man würde sich darum kümmern. bis heute hab ich nichts mehr von ihnen gehört. dementsprechend kann ich auch nicht weiterempfehlen, dort wieder einkaufen zu gehen... die produkte sind toll, aber diese geschäftspraxis wie mit mitarbeitern und kunden umgegangen wird, kann ich nur boykottieren.
und wegen dem gedrängt werden mehr zu kaufen: offensichtlich haben sie das prinzip von "kleinvieh macht auch mist" nicht verstanden...
dann hab ich nix mehr gehört und immerwieder angerufen. bis sie mir dann in lachendem absolut frechem ton sagte, dass ich mir "wohl nen neuen kaufen müssen, lush haftet nicht für diebstahl oder verlust, da haben sie pech gehabt, hahaha"
darauf hin hab ich mich im kontaktformular der website beschwert und bekam eine antwort es täte leid, dass die mitarbeiterin so zu mir war, man würde sich darum kümmern. bis heute hab ich nichts mehr von ihnen gehört. dementsprechend kann ich auch nicht weiterempfehlen, dort wieder einkaufen zu gehen... die produkte sind toll, aber diese geschäftspraxis wie mit mitarbeitern und kunden umgegangen wird, kann ich nur boykottieren.
und wegen dem gedrängt werden mehr zu kaufen: offensichtlich haben sie das prinzip von "kleinvieh macht auch mist" nicht verstanden...
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