Haftbefehl gegen AktivistInnen der Clean Clothes Kampagne
abgelegt im Archiv Gut anziehen am 05.10.07
Ein Richter in Bangalore (Indien) hat am 26. September einen Haftbefehl gegen vier Aktivistinnen und Aktivisten der Clean Clothes Kampagne Niederlande erlassen. Ihnen werden vom indischen Jeansproduzenten FFI (Fibres and Fabrics International Pvt Ltd) "Internetkriminalität, rassistische und fremdenfeindliche Aktivitäten und üble Nachrede" vorgeworfen.
Die clean Clothes Kampagne führt bereits seit 2005 eine Aufklärungskampagne über die Zustände in den FFI Produktionsstätten in Indien, um auf Arbeitsrechtsverstöße aufmerksam zu machen. Lokale Organisationen berichteten von erzwungenen Überstunden, physischen und psychischen Misshandlungen und fehlenden Arbeitsverträge.
FFI produziert unter anderem für bekannte Jeansmarken wie G-Star, Armani, RaRe, Guess und GAP.
Es ist nicht das erste Mal, dass FFI gerichtlich gegen ArbeitsrechtsaktivistInnen vorgeht. Das Unternehmen hat bereits im Juli 2006 eine Anzeige gegen lokale Arbeitsrechtsorganisationen erstattet. Per Gerichtbeschluss wurde es lokalen Organisationen verboten, öffentlich über die Arbeitsbedingungen bei FFI zu sprechen.
Vorlagen für Protestmails und weitere Infos gibt es auf der internationalen Webseite der Clean Clothes Campaign.

Tags: Clean+Clothes+Campaign Arbeitsbedingungen Textilzulieferer Jeans Indien
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