
Etwa hundert Stromversorger erhöhen Anfang Juli erneut ihre Preise. Der Preis für Ã-kostrom bleibt jedoch stabil. Vielerorts ist "grüner Strom" dann nicht mehr teurer als Strom aus risikoreichen Atomkraftwerken oder klimaschädlichen Kohlemeilern.
Zum 1. Juli wird bundesweit die Genehmigungspflicht für Grundversorgungstarife abgeschafft. Das bedeutet, dass die Versorger die Strompreise nicht mehr den Behörden zur Überprüfung vorlegen müssen. Viele Versorgungsunternehmen nutzen dies aus und erhöhen ihre Preise. Die Grundversorgungstarife dieser Lieferanten steigern sich um durchschnittlich acht Prozent, in einem Fall sogar um mehr als 34 Prozent.
Die wichtigsten Umweltorganisationen, Verbraucherschutzverbände und Anti-Atomkraftinitiativen haben die Verbraucherinnen und Verbraucher, Gewerbetreibende und Unternehmen deshalb gemeinsam aufgefordert, zum 1. Juli den Stromversorger zu wechseln.
"Nutzen Sie Ihre Verbrauchermacht. Machen Sie Politik mit dem Einkaufskorb und fangen Sie beim Strom an. Helfen Sie mit, Atomstrom zu einer immer schwerer verkäuflichen Ware zu machen und fördern sie zukunftsfähige Elektrizität aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse."
Die Teilnehmerverbände von "Atomausstieg selber machen" empfehlen den Wechsel zu den vier überregional tätigen und nicht mit den Atomkonzernen Eon, RWE, Vattenfall und EnBW verflochtenen Ã-kostromanbieter Naturstrom, Greenpeace energy, EWS Schönau und Lichtblick.