
Hust, keuch, röchel – grippevirengebeutelt, wie ich derzeit bin (Mitleid bitte
glaubte ich gestern zunächst an eine Art Fieberfantasie, als ich Folgendes vernahm:
Das Honda Racing F1-Team kündigte heute eine großangelegte neue Initiative für die Formel 1-Saison 2007 an. Um auf die Umweltprobleme aufmerksam zu machen, die es auf unserem Planeten gibt, wird auf dem RA107 Formel 1-Rennwagen nur ein großes Bild der Erde zu sehen sein – statt der Werbesticker und Logos der Sponsoren, die seit Jahrzehnten auf allen anderen Formel 1-Rennwagen zu sehen sind. Der neue Look des Wagens ist ein wirkungsvoller appell an die Fans, Sponsoren und alle Menschen, sich Hondas Bemühungen für den Umweltschutz anzuschließen und die Umweltprobleme anzugehen.
Das ausgerechnet anhand eines Gefährts mit 700 PS und einem von mir laienhaft geschätzten Verbrauch von ca. 100 Litern auf 100 Kilometer? Welche, pardon, Marketing-Knalltüte hat sich denn das einfallen lassen?! Aber ich fürchte, der neue Trend zum allgegenwärtigen X-treme Klimaschützing wird noch viele weitere ähnliche Blüten – um nicht zu sagen: Auswüchse – treiben. Ich bin da etwas hin- und hergerissen: Einerseits ist es natürlich gut, dass das Thema endlich massenkompatibel wird. Andererseits: Irgendwie sinnvoll sollte so ein Engagement natürlich schon sein. Sonst passiert zwangsläufig, was mit jedem zu sehr gehypten Thema passiert: Irgendwann kann's keiner mehr hören. Nur können wir uns das im Fall Klimaschutz schlichtweg nicht leisten.