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peta: Undercover-Recherche bei den "sauberen" Mastbetrieben der CMA

abgelegt im Archiv Lese- und Denkstoff am 29.07.07

Erst BSE, dann immer wieder neue Gammelfleischskandale - vielen Verbrauchern ist der Appetit auf Fleisch in den letzten Jahren gehörig vergangen. Die CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH) reagierte mit einem eigenen Prüfsiegel, das dem Verbraucher "Qualität und Sicherheit" bei Herkunft und Produktion von Fleisch und Wurst suggerieren soll - Das QS-Zeichen (Geprüfte Qualitätssicherung).

Die Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. veröffentlicht jetzt verdeckte Ermittlungen, die über einen Zeitraum von über einem Jahr durchgeführt wurden. Sie beweisen das genaue Gegenteil von dem, was die "QS Qualität und Sicherheit GmbH" vorgibt: In mehreren QS-Betrieben wurden entsetzliche Missstände dokumentiert. Die zuständigen Staatsanwaltschaften Paderborn und Oldenburg sind mit diesem Film- und doku-Material konfrontiert worden, das auch im ARD "Panorama"-Bericht zu sehen ist: QS-Betriebe, darunter sogar ein "QS-Bündler", ein besonderer Vorzeigebetrieb, strotzen nur so vor unhygienischen Zuständen. Es finden sich über einen längeren Zeitraum verteilt immer wieder z.T. schwerstverletzte Puten, Masthühner oder Schweine, die unter unsäglichen Schmerzen und Verletzungen leiden. Die Tiere ziehen sich aufgrund von baulichen Mängeln offene, blutige Wunden (sog. Technopathien) zu. Manche Tiere können nicht mehr stehen, weil ihr Knochengerüst dem schnellen Gewichtszuwachs nicht mehr standhalten kann, andere weisen riesige Geschwulste auf. Diese Tiere, die sich gerade in den Geflügelställen schnell auf eine vierstellige Zahl pro Durchgang entwickeln können, können i.d.R. auch nicht mehr zu den Trink- und Futtergefäßen gelangen. Ihr Leiden ist erheblich und dauert über mehrere Tage an.

"Das QS-Siegel gehört sofort abgeschafft. Freiwillige Selbstkontrollen der Fleischindustrie sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben stehen", so der promovierte PETA-Agrarexperte Dr. Edmund Haferbeck. Die freiwillige Selbstverpflichtung von Fleischindustrie und Geflügelwirtschaft sei eine Farce und diene einzig und allein der Verbrauchertäuschung, da hier keine Einzelfälle dokumentiert seien, sondern vom täglichen Alltag in den über 50.000 QS-Betrieben auszugehen sei, so Dr. Haferbeck weiter.

Unter www.peta.de/QS_Verbraucherbetrug ist eine öffentliche Online-Protest-Aktion zu finden um den Verbraucherdruck auf die Verantwortlichen zu erhöhen.


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Tags: peta  CMA  Mastbetriebe  Tierquälerei  Mastbetriebe  Panorama 

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