Timberland: Schuhe mit Inhaltsstoffangabe

Timberland: Schuhe mit Inhaltsstoffangabe

Ein absolutes Positivbeispiel für eine gelungene Mischung aus Marketing und Verbraucherinformation habe ich auf einem "Timberland"-Schuhkarton entdeckt. Jedes Paar Schuhe trägt dort seine eigene Visitenkarte, die Angaben dazu enthält, wo, wie und unter welchen arbeitsbedingungen produziert worden ist. Da erfährt man einiges über die neuen Begleiter, die einen künftig durchs Leben tragen sollen: "Hergestellt in", "Energieverbrauch bei der Produktion", "Anteil von erneuerbaren Energien bei der Herstellung", "Anteil von Kinderarbeit" (immer 0%).

So viel demonstrierte unternehmerische Verantwortung ist durchaus löblich. Andererseits: Seit 2003 ist Timberland nicht mehr im Naturaktienindex (NAI) gelistet, weil nach Ansicht des NAI-Ausschusses nicht ausreichend sichergestellt werdenkonnte, dass soziale Mindeststandards in den Zulieferfirmen eingehalten werden. Also vielleicht doch mehr Marketing als Verbraucherinformation? Schade … Dir Grundidee aber ist klasse und sollte als Beispiel ruhig Schuhe, äh – Schule machen!


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