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Gut anziehen
von Barbara Haselboeck am 21.02.07

Nun ist es ja glücklicherweise jedem selbst überlassen, in welche mehr oder weniger edlen Stöffchen er oder sie seinen Luxuskörper hüllt. Mindestens einen Vertreter der "also, ich trag ja nuuuuuur baumwolle"-Fraktion hat bestimmt jeder in seinem Bekanntenkreis. Ich persönlich hingegen greife, wenn ich so recht darüber nachdenke, durchaus auch gerne mal zur Kunstfaser - schon alleine, weil ich so ungern bügle. Außerdem ist "Naturfaser" in Bezug auf Baumwolle gesehen ja schon fast ein irreführender Begriff. Gut, Baumwolle wächst - das ist ein natürlicher Vorgang. Gleichzeitig ist Baumwolle aus konventionellem Anbau aber auch eine der am stärksten mit Pestiziden behandelten Pflanzen. Insofern ist der Einsatz von Bio-Baumwolle auch in der Massenproduktion durchaus schon mal ein guter Schritt.
Aber bitte nicht verwechseln: Bio ist nicht gleich "fair" - und Massenproduktion bleibt Massenproduktion. Will heißen: Alleine die "biologische" Herkunft des Rohstoffs ist noch lange kein Garant dafür, dass die Textilien "gut" und fair produziert wurden.
H&M scheint es aber mit seinem Engagement - gemessen an den in der Massenproduktion üblichen Standards - überdurchschnittlich ernst zu meinen. Zumindest lässt die schiere Fülle an Informationen auf der Firmen-Homepage unter dem Navigationspunkt "Unternehmerische Verantwortung" diesen Schluss zu. Dass dieser Ansatz aber einfach nicht weit genug geht, wurde hier ja erst unlängst thematisiert.
Permalink: Viva Cottonia: Biobaumwolle bei H&M
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Wong
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Kommentar von:
subster
(23.02.07 8:56 Uhr)
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Du hast schon recht, das muss man bedenken. Allerdings stehen die Ausgebeuteten für diese Bio-Baumwolle nicht ungeschützt in Nebelwolken von verbotenen Pestizidien. Dies ist auf jeden Fall ein Schritt in eine menschlichere Richtung.